Früher war alles besser - oder nicht?

Ja, ja, jetzt kommt wieder so ein altbackener Kram, denken Sie - stimmt's?

 

Unter "Echt starker Abschluss" beschreiben wir unsere Gedanken zum Hauptschulabschluss.

 

Aber wie kann man Jugendliche in die Ausbildung bringen?

Wie kann man Jugendliche dazu bewegen, sich ausbilden zu lassen?

Wir haben natürlich nicht "die" Lösung, aber wir haben uns mal ein paar Gedanken gemacht. Und natürlich alles wieder an einem fiktiven Beispiel beschrieben. Los geht's:

 

Der Lebenslauf von Max Mustermann:

  • Geboren: 1965.
  • Kindergarten: ab 5 Lebensjahr, 3 Tage/Woche vormittags
  • Schule:bis max. 13:30 Uhr, Ankunft zu Hause ca. 13:40 Uhr, danach Hausaufgaben und Freizeit
  • Eltern: ein Elternteil ist mittags zu Hause, der zweite am frühen Abend
  • Spießig finden Sie?

Und weiter ...

  • Freizeitaktivitäten: Spielen, Radfahren, Baukästen, auf Bäume klettern und runterfallen, Pflaster drauf und wieder rauf ..., Eltern beim Nähen, Stricken, Kochen, Basteln, Handwerkern, Tapezieren, Malen, Gärtnern, ... zuschauen und/oder mithelfen.

Wahnsinn - oder?

Und weiter ...

  • Ab dem Alter von 13, 14 auf der Haupt- oder Realschule, tausend Ideen für eine Berufswahl.
  • Was war das für eine tolle, kreative, erlebnis- und lehrreiche Zeit.

 

Lebenslauf von Paul Musterfrau

  • Geboren: 2003
  • Kita: ab 6 Monat, 5 Tage/Woche 7 - 17 Uhr
  • Schule: bis 16:30 Uhr, danach Heimfahrt, weil die Lieblingsschule der Eltern, gern mal eine Stunde entfernt vom Wohnort liegt ("für mein Kind nur die beste Schule"), Elterntaxis bevorzugt, danach Freizeit ... ja, schon aber etwas anders ... also manchmal ... evtl. Nachhilfe, weil das Gymnasium muss ja irgendwie geschafft werden, ach ja und Kontakte in die richtigen Kreise, müssen rechtzeitig geknüpft werden, also ab in das Auto, Mama oder Papa fahren Paul schnell zum Tennis ..
  • Irgendwie steht das Abitur an ... Paul hat Angst zu versagen ... Paul soll studieren, sagen seine Eltern ... Paul hat nicht so richtig viele Ideen, was er machen könnte ... Paul hört seine Mutter, die einmal in der Woche im Auto zu ihm sagt, dass er auch bei der "Mülle" landet, wenn er nicht Abitur macht und studiert. Paul fühlt sich minderwertig ... Paul bekommt Termin beim Psychologen ...
  • Paul trifft Klassenkamerad aus der Grundschule. Paul ist begeistert von Ben. Ben ist glücklich. Hat sein Ausbildung abgeschlossen. Ben kann Häuser bauen, sogar Solarpanele anbringen und wird ab nächstem Jahr Ausbilder in seinem Betrieb ...

Was wir sagen wollten ist, dass Kinder und Jugendliche häufig überhaupt keinen Kontakt zu Berufen bekommen, die kein Studium voraussetzen. In unseren Augen liegt hier ein Manko. Wir beide haben als Kinder so wiele Gewerke gesehen, weil die Handwerker uns nachmittags zu Hause besucht haben. Glücklicherweise haben uns unsere Eltern die Vielfältigkeit der Berufe gezeigt.

Und das alles ohne Internet.

Der pure Wahnsinn ...

 

Glückliche Arbeitnehmer werden weniger krank, bitte vergessen Sie das nie.